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Mutare

Mutare gilt wegen ihres alpinen Umlandes mit tiefen Kiefernwäldern und zahlreichen Schutzgebieten als die Stadt mit dem höchsten Freizeitwert Simbabwes. Die Stadt Mutare ist mit knapp 200.000 Einwohnern die drittgrösste Stadt landesweit, sollte der Vorort Harares – Chitungwiza nicht als selbständige Stadt gezählt werden. Mutare bedeutet „ein Stück Metall“ – vermutlich erhielt der Fluss diesen Namen, als im Penhalonga-Tal Gold gefunden wurde.

Sie ist Hauptstadt sowie Verwaltungszentrum der Provinz Manicaland und darüber hinaus Industriestandort und Wirtschaftszentrum der Holz- und Papierverarbeitung und Kaffee- und Teeproduktion gesamten Eastern Highlands. Mutare liegt im östlichen Hochland von Simbabwe, zwischen den Flüssen Mutare und Tsambe. Nur 8 Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt befindet sich die Grenze zu Mosambik, was Mutare als Transitstation für Reisende ins Nachbarland sowie in die Eastern Highlands attraktiv macht.

Sehenswürdigkeiten in Mutare

Der Stadtpark Mutares befindet sich östlich vom Stadtzentrum und bietet für den vom Stadtstress geplagten Reisenden einen kleinen Ruhepol innerhalb der Stadt. Der Park ist umrahmt von Lebensmittel- sowie Kunsthandwerkständen, an denen kleine Souvenirs erstanden werden können. Am südlichen Parkende befindet sich ein sehr beschaulicher Aloe-Garten, mit mehr als 200 der im südliche Afrika heimischen, Aloe Arten.

Der Cross Kopje befindet sich im Osten des Stadtzentrums und ist eine Art „Lovers Hill“ von dem aus man die Stadt wunderbar überblicken kann. Seinen Namen erhielt der Aussichtspunkt von dem gut 10 Meter hohen Steinkreuz, welches in der Nacht angestrahlt wird. Das Kreuz steht für die gefallenen Soldaten auf Seiten des Commonwealth, die im Ersten Weltkrieg in Ostafrika ihr Leben ließen.

Das Mutare Museum beherbergt in dem recht modernen Museumsgebäude gleich mehrere unterschiedliche Ausstellungen verschiedener Galerien. Die Eastern District Gallery widmet sich den Themen Geschichte sowie Flora und Fauna der Eastern Highlands, während die Beit Gallery Archäologie und Geologie der Region präsentiert. Die Mezzanine Gallery bringt mit unterschiedlichen Dioramen den Betrachtern die Tierwelt der Region näher.

Darüber hinaus gibt es eine Waffensammlung des ehemaligen Hauptmanns Boultbee zu sehen, dessen Ausstellungsstücke einen historischen Zeitraum von mehreren hundert Jahren überbrücken. Weiterhin werden Kraftfahrzeuge aus der Mitte des 20. Jahrhunderts präsentiert.

Im sehr anschaulich präsentierten Utopia House Museum befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Familie Fairbridge – einer Siedlerfamilie, die sich in den späten 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in der Stadt niederliess. Das Haus ist an das Mutare Museum angegliedert und erlaubt einen Einblick in das alltägliche Leben und Arbeiten einer typischen Siedlerfamilie vor mehr als 100 Jahren.

Ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt, befindet sich im Nordosten das Cecil Kop Nature Reserve – eine Art kleiner Nationalpark. Auf 1700 Hektar wurden hier Tiere ausgesetzt, die in dieser Gegend früher heimisch waren, aber vertrieben oder ausgerottet wurden. Der Park ist in drei Teilabschnitte gegliedert: Tiger’s Kloof besteht aus bewaldeten Berghängen und höher gelegenen Grasflächen mit einem Campingplatz. Thomson’s Vlei besitzt Wasserlöcher, Picknickplätze und eine Beobachtungsplattform mit einer wunderbaren Aussicht während die Wildernes Area in die beginnende Bergwelt der Eastern Highlands führt und einen herrlichen Blick über Mutare und die umliegenden Täler und Bergketten preisgibt.

Urbanes Leben in Mutare kombiniert mit den Eastern Highlands: Nadelwälder, Wasserfälle und Vulkangestein …

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Geschichte von Mutare

Bevor die weißen Siedler die Region um Mutare für sich beanspruchten, war dies das Siedlungsgebiet des Klans um Häuptling Mutasa. Dieser trat gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nach den ersten Goldfunden im Penhalonga-Tal, die Schürfrechte in diesem Gebiet an den Briten A.R. Colquhoun ab. Dieser ließ, angeblich zum Schutz Mutasas vor den Portugiesen, ein Fort errichten, welches schon ein Jahr darauf wenige Kilometer weiterzog und Old Mutare gründete.

Nach einem erneuten Umzug 1895 wurden sogleich Hospital, Post und Kirche erbaut – auch die Eisenbahnstrecke aus Beira wurde durch die neue Stadt, Umtali genannt, verlegt. 1896 kaufte Cecil Rhodes einen Grossteil der Stadt auf. Aus dieser Zeit stammen die mit Flamboyants und lila blühendem Jacaranda bestückten Straßen.

Zu Kriegsbeginn in Europa, 1914, erklärte sich die Siedlung zu einer Gemeinde und erst im Jahre 1971 erhielt sie das Stadtrecht. Nachdem Mosambik (als ein Teil Rhodesiens) 1975 unabhängig wurde, schloss es seine Grenzen nach dem heutigen Simbabwe und Mutares ehemalige zentrale Lage wurde zu einer Randlage an der Grenze zu dem neu entstandenen Nachbarstaat. Mit der Unabhängigkeit Simbabwes 1980 wurde der Stadt Umtali ihr alter Name Mutare zurückgegeben.