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Victoriafälle und Mosi-oa-Tunya Nationalpark (Sambia)

Der Mosi-oa-Tunya Nationalpark im südlichen Sambia beherbergt mit den berühmten Viktoriafällen eine der größten Attraktionen des Landes überhaupt. Aus einer Höhe von 140 Metern stürzt das Wasser des Sambesi dort in die Tiefe hinab, 500 Millionen Kubikmeter pro Minute – auf einer Breite von zwei Kilometern.

Der Effekt ist ein bis zu 300 Meter aufsteigender Sprühnebel, was den Fällen den Namen „donnernder Rauch“, in der Sprache der Kololo-Einheimischen „Mosi-oa-Tunya“, eingebracht hat. Neben dem Besucherstaunen hat der Wasserdampf allerdings auch eine enorme Auswirkung auf Natur und Vegetation in der Umgebung, denn er versorgt den umliegenden dichtgrünen Regenwald mit Feuchtigkeit und erzeugt ein tropisches Klima.

Lage und Größe des Mosi-oa-Tunya Nationalparks

Der Mosi-oa-Tunya Nationalpark selbst liegt an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe und erstreckt sich über eine Fläche von 66 km² – den Sambesi flussaufwärts etwa zwölf Kilometer lang und grenzt auf Simbabwe-Seite an den Zambezi-Nationalpark. Er liegt quasi zwischen den Grenzstädten Victoria Falls (Simbabwe) und Livingstone (Sambia), gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und ist Touristenmagnet beider Länder.

Beste Reisezeit und Klima im Mosi-oa-Tunya Nationalpark

Victoriafälle nahe Livingstone in Sambia

Beste Reisezeit für eine Besichtigung der Viktoriafälle sind die Monate März und April, denn dann strömen die Wassermassen am imposantesten. Der Sambesi schwillt in dieser Zeit besonders stark an und schiebt gewaltige Wassermassen über den Abgrund. In den Monaten danach verringert sich die Wassermenge und man bekommt eine bessere Sicht auf die komplette Breite der Fälle, da der Sprühnebel nicht mehr ganz so hoch aufsteigt, sowie auf die beeindruckenden Steilklippen.

Trockenzeit und der „Devil’s Pool“

Aber auch in der restlichen Jahreszeit können sich Touristen im Mosi-oa-Tunya Nationalpark an den Victoriafällen vergnügen – allerdings mit hohem Risikofaktor und Nervenkitzel. Zwischen November and Dezember herrscht im Nationalpark Trockenzeit und der sogenannte „Devil’s Pool“, ein Wasserbassin an der Abbruchkante, kann bei niedrigem Sambesi-Wasserstand als Swimmingpool genutzt werden. Das Wasser läuft dann nicht an allen Stellen und nur in kleinen Rinnsälen über die Kante.

Wagemutige am Devil’s Pool (@Philipp Arlt )

Durch eine natürliche Felswand knapp vor der Abbruchkante des Devil’s Pools ist das Risiko, über den Abgrund gespült zu werden, relativ gering. Trotzdem müssen Abenteuerlustige extrem vorsichtig sein, um nicht in eine Strömung zu geraten. Auf keinen Fall darf man den Devil’s Pool ohne Guides besuchen oder betreten. Zwar ist das Wasser in der Regenzeit flach genug, um bis an die Kante heranzuschwimmen, aber man muss eine geführte Tour vor Ort buchen und sich vom Tourenpersonal zeigen zu lassen, wie man gefahrlos baden kann.

Bootstouren & Wassersport an den Viktoriafällen
Einige Outdoor-Veranstalter (Sobek und Safari Par Excellence) bieten in der Niedrigwasser-Saison Rafting-Trips zu den Becken der Viktoriafällen oder auch Kanu Safari auf Sambesi an, bei denen man Büffel und Elefanten am Ufer sehen kann.

Outdoor-Erlebnisse deluxe … perfekt organisiert: Wildwasser-Rafting oder Bootsfahrten mit Camping-Übernachtung!

Tiere und Natur im Mosi-oa-Tunya Nationalpark

Auf der kleinen Fläche des Parks kann man gut Zebras, Elefanten, Giraffen, Antilopen und Nashörner beobachten. Letztere sowie diverse Arten von Großkatzen wurden über die letzten Jahrzehnte durch Wilderei ausgerottet, doch dank effizienter Auswilderungspläne gelang eine erneute Ansiedlung.

Touren, Unterkünfte und Camps

Sowohl als Selbstfahrer als auch mit geführten Jeep-Reisegruppen ist der Park gut zu erkunden. Auf dem gut ausgebauten Rundweg entlang des Flusses kann man in wenigen Stunden das gesamte Mosi-oa-Tunya-Areal erwandern. Rundflüge über den Wasserfällen bieten dann nochmal eine ganz andere Perspektive auf die Wassermassen.

Auf Simbabwe-Seite bietet sich als Unterkunft die A’Zambezi River Lodge an. Auf sambischer Seite, direkt am Flussufer gelegen, bietet das Sanctuary Sussi & Chuma in Livingstone einen beeindruckenden Blick auf die Wasserfälle.

Die spektakulären Victoriafälle in Sambia in einer geführten Tour durchs südliche Afrika erleben!