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Groß-Simbabwe-Ruinenstadt

Groß-Simbabwe ist eine UNESCO-Weltkulturerbe-Ruinenstadt, die aus der späten Eisenzeit stammt und aus vielen historischen Steinbauten besteht. Die „Geehrten Steinhäuser“ (auch Great Zimbabwe Ruins genannt) liegen auf einem Plateau 39 km von der Stadt Masvingo entfernt südwestlich der Landesmitte auf einer Höhe von über 1140 Meter. Ursprünglich war diese einzigartige Sehenswürdigkeiten die Hauptstadt des untergegangenen Munhumutapa-Reiches und hatte seine Hochzeit zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert.

Die Ruinenstadt 7 km2 gibt es drei Gebiete: Der Hill Complex, der Valley Complex und das Great Enclosure. Der Hill Complex, die Bergruine, ist der sehenswürdigste aller Teile. Außerdem gibt es im Osten das Shonadorf und im Westen die Nationalparkverwaltung mit Hotelanlage.

Spezielle Bauweise und Fundstücke der Ruinenstadt

Groß-Simbabwe-Ruinen, Simbabwe

Der vor Ort verwendete Granit wurde zurechtgeformt und aufeinander geschichtet. Blickfang ist die große Mauer mit den Maßen von 244 × 9 × 6 Meter. Als Ausschmückung dient ein Winkelmuster im Steinwerk. Die Treppe, die zu der gut 100 m höher liegenden Akropolis führt, besteht aus vier Meter breiten, in den Stein gehauenen Stufen, beidseitig durch riesige Monolithen gesäumt. Die steinernen Einfriedung umschließt einzelne Plätze mit Hütten aus Holz und Lehm.

Im Great Enclosure, einer elliptische Mauereinfassung von über 250 m Länge und 100 m Breite ist auch der Konische Turm zu finden, dessen Bedeutung bis heute nicht geklärt ist.

Zu den Hauptattraktionen der Funde gehören auch die in der östlichen Einfriedung der Bergruine gefunden Simbabwe-Vögel. Diese etwas 40 cm messenden, aus Spreckstein gefertigten und äußerst unwirklich dargestellten Vögel sind heute das Staatssymbol des Landes. Verziert waren sie teilweise mit Diamant- oder Fischgrätmustern, Punkten und Ringen.

Die bisherigen Ausgrabungen brachten die verschiedensten Fundstücke zu Tage; so 1902 in der Einfriedung No. 12 den „Königliche Schatz“ bestehend aus diversen Schmuckstücken, Hacken, Meißel, ein Gong und Speerspitzen aus Eisen, aber auch indische Glasperlen oder Chinesische Keramik.

Beste Reisezeit für die Groß-Simbabwe-Ruinen

Eine Besichtigung des Monuments ist zwischen April und Mai bzw. August und September zu empfehlen. Im August bis Oktober ist es sehr heiß. Eine Besteigung des Hügelkomplexes ist dann sehr erschwerlich. Dies sollte man von vornherein zu jeder Jahreszeit auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlagern.

Das Klima in der Gegend um die Groß-Simbabwe-Ruinen ist subtropisch bis tropisch, was feuchte, schwül-heiße Sommer und trockene Winter zur Folge hat. Von Oktober bis November muss man mit durchschnittlichen Temperaturen um die 29° C rechnen. Dazu kommen zwischen Mitte November und Januar noch der Sommermonsun mit Niederschlägen bis zu 140 mm. Während der Wintermonate werden Kältetiefpunkte von bis zu 5,4 °C erreicht.

Natur und Landschaft

Allem wird an den Ruinen eine mythische Bedeutung zugeschrieben, auch der Pflanzenwelt. Die Muhacha (lat. Parinari curatelifolia) gedeiht hier neben dem so einzigartigen Wandelröschen und dem Eukalypus. Früher wucherten hier überwiegend der Red Milkwood und die Nessel.

Zu Fuß durch die geheimnisvollen Ruinen des Great Zimbabwe …

Anreise zu den Groß-Simbabwe-Ruinen

Nach Groß Simbabwe reist man mit dem eigenen Auto oder einem der vielen Busse (Coaches), die direkt ab Masvingo, Harare oder Bulawayo fahren, an. Über ein gut erschlossenes Wegenetz gelangt man zu den einzelnen Gebäuden, die teilweie teils durch Schautafeln erläutert sind.

Aktivitäten und Sehenswertes in Groß-Simbabwe

Erholung findet man nach einem anstrengenden Tag im künstlich angelegten Stausee Lake Mutirikwe im 180 km² großen Lake Mutirikwe Recreational Park. Das Areal liegt gleich neben dem Ruinengebiet.

Weitere Ausgrabungsstätten und Zeugnisse der Vergangenheit finden sich auf dem Weg zu den Ruinen von Nalatale und von Dhlodhlo zwischen Bulawayo und Gweru und bei den Ruinen von Khami.

Unterkünfte an den Groß-Simbabwe-Ruinen

Übernachtungsmöglichkeiten bieten das Gästehaus der Nationalparkverwaltung sowie ein Zeltplatz. Wer mehr über die Kultur der Shona erfahren will, sollte sich noch ein Stück ostwärts bewegen. Dort wurde 1986 ein museales Shona-Dorf aus dem 19. Jahrhundert errichtet.